deutsch Carl Welkisch Ein Mystiker des 20. Jahrhunderts
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Gotteserleben

 

Carl Welkisch Gotteserleben vom 28.10.1980

 

 

 

Die nachstehenden Erlebnisse von Carl Welkisch sind dem Buch Im Geistfeuer Gottes - Neufassung 1979 - entnommen.

 

Karwoche 1935

 

Da setzte am Montag der Karwoche frühmorgens gegen halb sechs Uhr, bevor der Lärm in dem erwachenden Hause (Anmerkung: Breslauer Gefängnis) stärker wurde, ein Gotteserleben ein von einer so überwältigenden Größe und Eindringlichkeit, die es mir ewig unvergeßlich macht. Ganz unvermittelt fand ich mich auf dem Schoße einer kraftvollen und vollkommenen Mannesgestalt von weit mehr als Menschengröße sitzend und schaute an ihr empor in das majestätische Antlitz - Gottvaters.

 

Heiligkeit und Allmacht gingen am stärksten von IHM aus. Aber es war der liebevolle, persönliche Gott, der zu mir sprach. Mit dem gleichen liebevollen Verständnis wie am 14. Dezember 1934 Christus legte Gottvater mir dar, daß ich unbedingt auch noch nach Berlin in das schreckliche Lager (Anmerkung: Konzentrationslager Columbiahaus Berlin) müsse, daß mir das nicht erspart werden könne. ER gab mir zu fühlen, daß ER mich in meinen Leiden und in meiner Angst vor dieser Zumutung zutiefst verstehe. Doch aus seiner Weisheit müsse ER auch dies Schwere noch von mir verlangen, und ich solle mich freiwillig dazu entschließen. Nach der Ordnung, die ER seiner Schöpfung gegeben habe, könnten bestimmte Wirkungen Gottes in der Menschheit allein durch die Vermittlung von Menschen geschehen, von Menschen, die sich dem Einströmen Gottes restlos hingeben. Auch der Widersacher könne nur durch ihm willfährige Menschen wirken. In der großen Auseinandersetzung zwischen der Kraft göttlicher Liebe und dem satanischen Vernichtungswillen hätte sich schon öfter in der Geschichte jede Seite eines menschlichen Werkzeuges bedient, wobei allerdings das innere Wirken der göttlichen Liebe meist verborgen geblieben sei. Jetzt sei Hitler mein Gegenpol und die Überwindung der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft erfordere nun meinen Aufenthalt im Mittelpunkte dieser irdischen Hölle für längere Zeit. Zugleich aber wolle ER in Entsprechung zur Vergeistigung meines natürlichen Menschen auch das Geschehen der materiellen Welt immer mehr mit seiner Liebe erfassen und lenken.

 

... Da wird mir plötzlich die höchste Gnade gewährt: in der tiefsten Not schaue ich Gottvater und fühle, wie sein Wesen mich von innen her bis in meinen körperlichen Menschen durchdringt, und zwar so, daß alle körperlichen Sinne und jede einzelne Zelle des Leibes bewußt Anteil daran haben. Noch klarer, noch bewußter kann überhaupt kein Erleben sein. Und so gewaltig es ist, so völlig gewiß wird es dem Menschen dabei bis in die Materiegeister seines Körpers hinein, daß Gott insofern auch Mensch ist, als er für uns Menschen bis in unsere letzten Regungen hinein volles Verständnis hat. Aber es besteht doch ein deutlicher Unterschied zwischen diesem Menschsein Gottvaters und dem Menschwesen Christi, ein Unterschied, für den es keine Worte gibt, so daß ich ihn nicht einmal andeuten kann.

 

Göteborg, 4. Januar 1940

 

Heute sprach die göttliche Stimme zu mir:

 

"Nimm deinen Stift und schreibe! - Schreibe, daß ICH dir Leiden gab wie Sand am Meer. - Leiden, die kein Mensch fassen noch begreifen kann. Jede Stunde deines Lebens war durchtränkt von Pein und Qual. Und das alles um der Saumseligen willen, die MICH, ihren Gott, vergessen haben, die sich in dieser Welt heimisch fühlen, die nichts mehr von ihrer geistigen Abstammung wissen und anders nicht mehr zu retten sind!"

 

23. Mai 1944

 

Heute sprach die göttliche Stimme:

 

Es ist ein großer Unterschied zwischen dir und allen anderen Mystikern. Alles in dir wirke allein ICH von frühester Jugend an, nur von innen her, doch bis ins Äußerste. Du konntest deshalb nie viel von außen tun. Es wurde fast nie zugelassen. Diese Entwicklung, allein von innen her, wird von dir als ganz besonders schwer empfunden, weil dabei jede eigene Tätigkeit des natürlichen Menschen unterbunden werden muß und er sich nach allen Richtungen hin gehemmt sieht. An ihren vielen Übungen, Kasteiungen und dergleichen Bemühungen hatten doch die anderen Mystiker eine gewisse Befriedigung, indem es ihnen so erschien, als trügen sie damit selbst zu ihrer Entwicklung etwas bei. Aber hier in deinem Falle wirke allein ICH alles. Du selbst kannst gar nichts dazu tun. Doch fühlst du MEIN Wirken im Körper so stark, daß dadurch jetzt für dich ein völlig neuer Zustand entstanden ist.

 

5. Mai 1947

 

Ich war völlig am Ende aller meiner Kräfte gewesen und sah keine Möglichkeit mehr, noch weiter zu leben.... Ich las in Seuses Schriften. Da überkam mich die Gotteseinung und erhob mich in ein gewaltiges Erleben. Ich ahnte dabei nicht, daß es mich im besonderen auf die einscheidende und plötzliche Veränderung meiner Lage vorbereiten sollte. Solche erhabenen Tröstungen haben ja auch stets allgemeine Gültigkeit:

 

Alles, was über dich gekommen ist und noch kommt, das kommt von MIR. An dir geschieht nichts, was nicht MEIN Wille ist. So nur nimm es hin, dann helfe ICH dir auch, es zu tragen.

 

Weidenberg, 4. September 1948

 

Heute zeigte mir Gott wieder einmal, daß ausschließlich ER selbst unmittelbar, ohne Zwischenwirkung des Himmels, mich durch das Erdenleben führt:

 

ICH bin der Führer deines Lebens von Kindesbeinen an. Dein ganzes Wesen wurde schon immer dafür zubereitet, MICH, den allmächtigen Gott, ganz in dich aufzunehmen. Dazu mußten die Läuterungsleiden sein. So schaffe ICH MIR in dir ein Gefäß und eine Gestalt, um in einer neuen, umfassenden Ordnung in der Menschheit zu wirken und sie endlich aus den Fesseln der Materie zu erlösen.

 

Meran, Pfingsten 1970

 

Vor ein paar Tagen hatte ich wieder eine Begegnung mit Gottvater in Person. Ich sah IHN vor mir stehen. Er umarmte mich und drückte mich an sein Herz, aber ER schwieg. Jetzt vernahm ich seine Stimme:

 

"Du trägst schwer daran, daß dir nur so selten noch eine Wirkung nach außen gestattet wird. Nur in der umfangreichen Praxis der Breslauer Jahre hattest du viele große Heilerfolge, oft auch Spontanheilungen, aber seitdem ereignen sie sich kaum noch. Wenn du von den Wunderheilungen hörst, die ICH durch so manchen Evangelisten oder an Wallfahrtsorten bewirke, dann leidest du darunter, daß bei dir nicht mehr dasselbe geschehen darf und daß du seit der Haft (Anmerkung: unter Adolf Hitler) so hilflos, ja unfähig vor der Welt dastehst. Aber das muß so sein. Ich muß dich in einem Zustand der Passivität halten, den du als ganz negativ empfindest, weil du wohl weißt, daß ein Wirken in Vollmacht ein Gefühl der Hoheit gibt. Für das, was ICH durch dich wirken will, mußt du aber leer sein von allem eigenen Wollen, leer von aller eigenen Aktivität. Nur in völliger Demut kannst du das Werkzeug sein, durch das ICH den Leib und die ihm entsprechenden Spären der Außenwelt vergeistigen und ins Göttliche zurückführen will."

 

Fidaz bei Flims, 24. Juni 1970

 

Hier wurde 1939 ein Kinderheim von einem Felssturz begraben, 13 Kinder und 5 Erwachsene starben. Man errichtete auf dem Felsen, unter dem noch 4 Kinder liegen, eine Halle mit Gedenksteinen und einem halbkreisförmigen Vorplatz mit einem kleinen Steinmäuerchen. Schon am 22. Juni 1963 hatte ich hier ein ergreifendes Gotteserleben:

 

Als wir heute den Vorplatz betreten, ist mir, als treten wir in eine riesige Kathedrale ein. Da öffnen sich die Himmel, ich höre Engelchöre singen. Dann erhebt sich ein gewaltiges Brausen, und ich höre die Stimme Gottvaters wie einen Donner durch alle Himmel und Welten hallen:

 

"Was Gott tut, das ist wohlgetan!"

 

Mein ganzes Wesen wird von Gott mit solcher Kraft durchstrahlt, daß ich überhaupt kein Mensch mehr, sondern ins Göttliche erhoben und mit Gott vereint bin.

 

Dabei wird mir von Gott die Beerdigung meines Vaters (1907) ins Gedächtnis gerufen, zu der die Lehrer des ganzen Kreises zusammengekommen waren, um ihren Kollegen zu ehren, und wo dieses Lied gesungen wurde. Wie ich meinen Begleitern das erzähle, taucht Gottvater in mich ein und spricht:

 

"Es ist so, wie das Lied sagt. Diesen Trost gab ICH dir schon bei dem Tode deines Vaters. Merkt euch doch endlich: ICH bin die Liebe! Was ICH tue, das ist wohlgetan, auch wenn ihr es nicht einsehen und nicht begreifen könnt. Wißt ihr denn, welches irdische Elend ICH denjenigen erspare, die ICH plötzlich hinwegnehme? ICH bin euer Vater und tue für jeden das Beste. Ihr könnt meine Weisheit nicht erfassen, darum sollt ihr in Demut und Dankbarkeit zu mir aufschauen."

 

 

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